Angebote

“Entweder wir finden einen Weg
oder wir schaffen einen.“

Kurse und Workshops

Friedfertige Persönlichkeitsentwicklung

Basiskurs “Ein Fundament legen“

1. Gehalten – Geborgen – Getragen

2. Welche Kraft nährt / zerstört dich?

3. Rolle und Sehnsucht

4. Projektion und Wirklichkeit

5. Macht über – Macht mit

6. Weg und Wahrheit

Aufbaukurs “Mit starken Emotionen umgehen“

1. Von Schuld + Verurteilung zu Akzeptanz

2. Von Angst + Unruhe zu Leichtigkeit

3. Von Hass + Ärger zu Gelassenheit

4. Von Destruktivität + Hohn zu Wohlwollen

5. Von Scham + Depression zu Selbstliebe

6. Von Starre + Resignation zu Selbstfürsorge

Führungskurs “Sich selbst und andere führen“

1. Was bedeutet Selbstführung?

2. Begleitung versus Führung

3. Gewaltvolle und aggressive Führung

4. Friedfertige Führung

5. Umgang mit “Unrecht“

6. Eigene Haltung und Ziele

je Kurs 99,-€

6 Termine à 75 min

Aufbau der Kurse:

Jedes Thema (Modul) aus dem Basis-, dem Aufbau- und dem Führungskurs wird in je einer Einführungsstunde, einer Vertiefungsstunde und einer Praxisstunde trainiert.

Möchtest wissen, wie die Stunden aufgebaut sind, dann findest du hier die Kursbeschreibung.

Aktuelle Kurse:

Es finden regelmäßig Kurse zu den einzelnen Bereichen und Themen statt.

Möchtest du wissen, welche Kurse zur Zeit laufen und ob noch Plätze frei sind, dann klicke hier:

(Solltest du deinen Wunschkurs nicht finden, schreib uns einfach an.
Sollte dein Wunschkurs ausgebucht sein, kannst du dich auch auf die Warteliste setzen lassen.)

Teilnahme an Kursen:

Alle Kurse und Workshops finden aktuell online statt. (Am Wall 23, 21073 Hamburg)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an den Kursen von Friedfertig leben teilzunehmen:

1. Du buchst einen Kurs mit 6 Terminen. (z.B. Basiskurs – Einführung)

2. Du buchst einen Dreierpack für deinen Bereich (z.B. Basiskurs Einführung, Vertiefung, Praxis) mit insgesamt 18 Terminen.

3. Du buchst die gesamte Weiterbildung “Friedfertige Persönlichkeitsentwicklung“ mit 3 Bereichen (Basiskurs, Aufbaukurs, Führungskurs) mit je 18 Terminen pro Kurs.

4. Du buchst einen separaten Workshop zu einem bestimmten Thema (Modul) für dich oder deine Institution.

Begleitung für Einzelpersonen, Paare und Gruppen

(auch online)

Eine Begleitungsstunde dauert in der Regel 60 min und findet im wöchentlichen, 14-tägigen oder monatlichen Rhythmus statt.

Sie kann als Einzelperson, als Paar oder auch als Gruppe gebucht werden.

Möchtest du dich bereits vor Beginn der Begleitung in das Thema “Friedfertig leben“ einlesen, findest du hier einige Gedanken und Anregungen…

Friedfertigkeit – nur ein hübsches Gefühl für Romantiker?

Ist Friedfertigkeit eine Haltung oder eine Wesensart? Ist Friedfertigkeit grundsätzlich für jeden erlernbar?

Oft verwechseln wir Friedfertigkeit mit einem Gefühl, nämlich dem Gefühl, dass wir uns friedlich und im Frieden fühlen. Dieses Gefühl stellt sich in der Regel ein, wenn wir uns rundherum wohlfühlen; das heißt, dass unsere wichtigsten Bedürfnisse erfüllt sind und unser Kopf und unsere Gedanken frei von Stress, Angst und Sorgen sind.

Friedfertigkeit ist jedoch kein Gefühl, sondern es ist eine Lebenseinstellung, die sich ein Mensch aneignet, wenn er versteht, dass ein Leben auf dieser Erde ohne Friedfertigkeit gar nicht möglich ist. Denn ohne Friedfertigkeit würden wir uns gegenseitig und diese Erde auf die Dauer zerstören.

Ohne Friedfertigkeit würden wir uns und unsere Erde zerstören

Friedfertigkeit ist notwendig, um miteinander zurecht zu kommen und die Ressourcen, über die wir verfügen, miteinander teilen zu können. Friedfertigkeit ist der Wunsch, den anderen und seine Lebensgrundlage eben gerade nicht zu zerstören, um mir meine Bedürfnisse zu erfüllen oder Recht zu bekommen und Friedfertigkeit ist auch die Absicht, mich selbst nicht zu zerstören, um es einem anderen recht zu machen oder dessen Bedürfnisse zu erfüllen und mir folglich auch meine Lebensgrundlage nicht kaputt zu machen.

Bestimmte Menschen bzw. Verhaltensweisen “verdienen“  keine Friedfertigkeit

Aber was ist, wenn es mir in bestimmten Situationen vollkommen gegen den Strich geht, friedfertig zu sein und mit jemand anderem zurecht zu kommen, weil ich mich im Recht wähne oder ich die Verhaltensweisen bzw. die Taten des anderen als so schädlich oder gefährlich ansehe, dass ich einfach nicht schweigen kann?

Friedfertigkeit heißt nicht, dass ich Unrecht – offensichtlichem Unrecht – schweigend gegenüber stehe und Verständnis für den Täter zeige, während das Unrecht weiterhin geschehen darf.

Friedfertigkeit heißt, das Unrecht anzusprechen und sich mit dem Täter so auseinanderzusetzen, dass weder ich noch der Täter zerstört werden. Das heißt z.B. auch, dass ich – ab einem gewissen Punkt – die Diskussion mit dem Täter abbreche und sie vielleicht lieber einer geschulten Fachkraft überlasse, die mit dem Täter entsprechend umgehen kann – etwas, das ich vielleicht aus meiner Position heraus nicht kann.

Friedfertigkeit – eine künstliche Lebensform?

Besteht nicht die Gefahr, dass ich – wenn ich mir Friedfertigkeit sozusagen antrainiere – zu einem vollkommen künstlichen Menschen mit einer gekünstelten Sprache und aufgesetzten Verhaltensweisen werde?

Friedfertigkeit heißt nicht, sich künstlich in eine von mir selbst kreierte Rolle hinein zu geben, z.B. indem ich besonders sanftmütig und einfühlsam spreche oder indem ich Verhaltensweisen an den Tag lege, die nicht meinem eigentlichen – vielleicht etwas temperamentvolleren – Wesen entsprechen.

Friedfertigkeit beruht auf der tiefen Erkenntnis, dass wir in dieser Welt ohne den Wunsch miteinander zurecht zu kommen – ohne einander zu zerstören und ohne die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zu zerstören – nicht leben können und sie beruht auf der Erkenntnis, dass alle Menschen überlebenswichtige Bedürfnisse haben und leiden und Schmerz empfinden, wenn diese Bedürfnisse nicht erfüllt sind.

Lebe ich nicht friedfertig, schade ich letztendlich auch mir selbst

Zudem schadet Hass, Zerstörung, Streit und Schmerz auch mir selber und nicht nur dem anderen. Jede Auseinandersetzung mit einer anderen Person, die zerstörerisch abläuft und Gewalt anwendet, hinterlässt auch Spuren bei mir selber, eventuell Spuren, die sich nicht mehr so leicht bei mir auslöschen lassen.

Streits und Auseinandersetzungen einfach unter den Tisch fallen lassen?

Eine Auseinandersetzung mit anderen Menschen ist wichtig, um mir selber klar zu werden, wer ich bin und was mein Weg ist.

Deshalb müssen wir uns mit anderen Menschen, ihren Meinungen, ihren Denkweisen und ihren Positionen auseinandersetzen und eine gesunde Form der Abgrenzung finden: “Das sind meine Werte – das sind deine Werte. Das ist mein Lebensweg und Ziel – das ist dein Lebensweg und Ziel…“ und solange unsere Werte, Wege und Ziele nicht zu Zerstörung anderer führen, können wir einander in diesen Werten, Wegen und Zielen sein und handeln lassen.

Richtig streiten

Der andere ist mein Spiegel, er ist mein Gegenüber, um mich selbst zu erkennen und zu verstehen. Ich kann ohne den anderen nicht leben, nicht wachsen, nicht im Austausch sein und mich nicht entwickeln.

Trotzdem muss ich erkennen können, an welchem Punkt ich die Auseinandersetzung zu einem bestimmten Thema mit meinem Gegenüber stoppen sollte, weil jede weitere Diskussion nicht mehr fruchtbar ist, sondern nur wieder um die gleichen Punkte kreist oder sogar in einen gewaltvollen Streit ausartet.

Ein gewaltvoller Streit ist ein Streit, in dem wir einander beleidigen, verletzen, abwerten, nicht ernst nehmen oder noch nicht einmal versuchen dem anderen zuzuhören, sondern ihn womöglich vielleicht sogar noch physisch und psychisch verletzen. Gewaltvoll ist es auch, wenn ich mit Drohungen, Strafen, Liebesentzug, emotionalem Drama oder Schuldzuweisungen versuche, den anderen dazu zu zwingen meine Meinung zu übernehmen.

Friedfertigkeit – eine Grundfähigkeit, um miteinander leben und wachsen zu können

Kurzgesagt ist Friedfertigkeit die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit meinem Gegenüber in allen wichtigen Punkten meines und seines Lebens und die Fähigkeit, diese Auseinandersetzung zu stoppen, wenn sie eine gesunde Grenze überschreitet.

Zur Friedfertigkeit gehört es also auch in der Lage zu sein, meine Grenzen und die Grenzen des anderen wahrzunehmen. Wo beginne ich, wo beginnt der andere?

Friedfertigkeit kann also ebenfalls beinhalten, den anderen oder mich selbst mit Entschiedenheit und Vehemenz zu stoppen, wenn wir dabei sind, uns gegenseitig zu schaden. Friedfertigkeit führt darüber hinaus zu der Erkenntnis, dass auch jemand anderes mir Wut entgegen bringen darf in einem Moment, in dem er sich von mir bedroht fühlt und dass hinter Wut sehr oft nichts weiteres steckt als ein Gefühl von Ohnmacht und Angst.

Zur Friedfertigkeit gehört letztendlich also ein Verständnis füreinander in den verschiedenen Eigenarten, die man hat; unter anderem in der Art zu kommunizieren und sich auszudrücken.

Natürliche Friedfertigkeit

Folglich ist Friedfertigkeit überhaupt keine künstlich antrainierte Rolle mit einer aufgesetzten Sprache, sondern sie entsteht aus der Erkenntnis zur Notwendigkeit heraus von selbst mit dem Anwenden in vielen verschiedenen Situationen.

Je mehr ich Friedfertigkeit im Alltag und in Beziehungen praktiziere, desto mehr bekomme ich ein Gefühl dafür, wie ich bin, wenn ich mit anderen friedfertig umgehe. Friedfertigkeit entwickelt sich also natürlich und nicht künstlich; ich oktroyiere mir sie nicht auf, sondern ich erlebe sie im Miteinander mit anderen Menschen.